Radfahren
Aus Reiseführer Dänemark
Die überwiegend flache und sanft gewellte Landschaft sowie die zumeist ruhigen Landstraßen, die durch eine malerische Natur und schöne Ortschaften führen, machen Dänemark nach den Niederlanden zu dem beliebtesten Radfahrerziel in Europa. Die endlos langen Sommertage und das ausgewogene milde Klima tun ein Übriges, um den ganzen Tag an der frischen Luft zu verbringen, wozu sich das Fahrrad bekanntlich hervorragend eignet, zumal man damit auch noch zügig vorankommt. Das etwa 3.700 Kilometer lange Radwegnetz Dänemarks lässt erahnen, dass sich hier grenzenlose Möglichkeiten bieten, das Land mit dem Drahtesel zu entdecken und dabei seiner Gesundheit gute Dienste zu tun.
Gleichgültig welche Route man mit dem eigenen oder dem vor Ort gemieteten Fahrrad wählt, sie sind alle gut ausgeschildert und in tadellosem Zustand. Eine gute Fahrradkarte zeigt neben den „Top 10“ darin aufgeführten Strecken noch viele weitere Möglichkeiten auf, wie man Dänemark problemlos erradeln kann. Ein Klassiker unter den dänischen Radrouten ist die Tour zu und auf den Seelandinseln. Sie eignet sich besonders für Urlauber, die über Kopenhagen kommen und von dort aus zur Radtour starten wollen. Diese Tour ist durchaus anspruchsvoll und kann zehn Tage dauern, jedoch problemlos auf zwei Wochen ausgedehnt werden. Die Highlights, denen man unterwegs begegnet, sind neben der historischen Hafenstadt Köge die Insel Falster mit den Dörfern Valse und Alstrup, bis es über die Brücke zum ländlichen und malerischen Lolland weitergeht. Über Langeland und Fünen gelangt man nach Kopenhagen zurück, wenn man das möchte.
Romantisch, ruhig und reizvoll geht es auf der Route durch Jütlands Süden zu, für die man sich ebenfalls zwölf Tage Zeit lassen kann. Die Strecke startet in Sönderborg und führt zur Insel Als, wo es neben einem Märchenschloss noch ein malerischen Dörfchen und einen Leuchtturm zu erkunden gilt. Padborg und Mögeltönder sind ebenfalls lohnenswerte Etappen auf dieser Tour, wobei letzteres mit der angeblich schönsten Dorfstraße und dem Schloss des dänischen Prinzen Joachim die Besucher anlockt. Über Höjer geht es nach Römö und von hier nach Ribe, Dänemarks älteste Stadt, und quer durch Südjütland nach Kolding.
Die sogenannte „Bornholmer Odyssee“, die jedoch im Gegensatz zur klassischen Irrfahrt nur vier bis sieben Tage dauert, wird von Radlern oft als einmalig bezeichnet. Über 200 Kilometer Radwege versprechen ein paradiesisches Fahrradvergnügen auf dieser einzigartigen dänischen Insel. Die Strecke führt an ehemaligen Bahnstrecken entlang und über Waldwege zu schönen Küstendörfern und mittelalterlichen Rundkirchen. Wie überall in Dänemark bestimmt man auch auf dieser Tour sein Tempo selbst und gestaltet den Radurlaub zum unvergesslichen Erlebnis, das Lust auf Fortsetzungen macht.
